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Artikel vom: 30.10.2009
Mainz: Arbeitslosenzahlen sinken im Oktober / Lage am Arbeitsmarkt dennoch angespannt

Arbeitsamt_2

Arbeitsmarktbericht

Im Herbst 2009 hat sich die Arbeitslosigkeit in Mainz trotz der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen günstig entwickelt. Nach dem starken Rückgang im September gingen die Arbeitslosenzahlen auch im Oktober deutlich zurück. Allerdings ist dieser Rückgang der Arbeitslosigkeit nach der Sommerpause weniger einer günstigen Beschäftigungsentwicklung zu verdanken, als vielmehr den Möglichkeiten der aktiven Arbeitsmarktpolitik, durch die zahlreiche arbeitslose Männer und Frauen an Maßnahmen zur Arbeitsförderung teilnehmen konnten. „Durch eine höhere Zahl von Arbeitslosmeldungen als in den Vormonaten und durch eine sehr verhaltene Nachfrage nach Arbeitskräften merken wir schon, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt angespannt ist“, so Thomas Dippold, Chef der Mainzer Arbeitsagentur. „Allerdings fangen wir in der Regel sehr schnell damit an, die berufliche Wiedereingliederung der Menschen, die zu uns kommen, aktiv zu fördern. Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass diese Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen nicht als arbeitslos gelten.“
Dass die Folgen der Krise auf den Arbeitsmarkt trotz der angespannten Situation dennoch verhältnismäßig moderat sind, ist laut Dippold nach wie vor auch der hohen Inanspruchnahme der Kurzarbeit zu verdanken. Im Oktober hätte es aber nur noch wenige neue Anzeigen von Kurzarbeit gegeben. Dagegen steige derzeit die Zahl der Betriebe, die die Kurzarbeit beendeten. Der weit überwiegende Teil der Betriebe tue dies aufgrund von steigenden Auftragseingängen. Auf der anderen Seite gebe es in wenigen Fällen auch Entlassungen nach Kurzarbeit.
Im Oktober waren in Mainz insgesamt 8.251 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 386 weniger als im September und 86 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber September von 5,4 auf 5,2 Prozent. Im Vorjahr war die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum bei 5,2 Prozent stabil geblieben. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit entfiel überwiegend auf den Bereich des Arbeitslosengeldes II. Von den 8.251 Arbeitslosen im Oktober wurden 3.005 von der Arbeitsagentur und 5.264 vom Job-Center Mainz betreut.
Der Zustrom neuer Arbeitsloser lag im Oktober etwa auf dem Niveau des Vormonats. Insgesamt gab es im Oktober 2.561 Arbeitslosmeldungen. Das waren 214 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.958 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 603 mehr als vor Jahresfrist.
Männer profitierten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober etwas mehr als die Frauen. Ihre Quote fiel von 5,7 auf 5,4 Prozent, die der Frauen von 5,1 auf 4,9 Prozent. Besonders deutlich nahm im Oktober die Arbeitslosenquote unter den jüngeren Arbeitskräften unter 25 Jahren ab. Sie sank von September auf Oktober von 6,1 auf 4,8 Prozent. Im Vergleich mit der Situation vor einem Jahr ist aber die Gruppe der jüngeren Arbeitskräfte und Berufsanfänger nach wie vor am stärksten von den Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt betroffen.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte sich im Oktober weiterhin verhalten. Im Bestand waren 1.701 Stellen registriert, 90 weniger als im September und 1.004 weniger als im Vorjahresmonat. Dies spiegelt deutlich die Zurückhaltung der Arbeitgeber angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten. Gut ausgebildete Fachkräfte werden allerdings auch in der Krise gesucht.  Bei der Besetzung dieser Stellen achten die Arbeitgeber nach den Erfahrungen der Arbeitsmarktexperten zunehmend darauf, dass der Bewerber den Anforderungen in vollem Umfang entspricht. Wird kein geeigneter Bewerber gefunden, bleibt die Stelle immer öfter unbesetzt.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober zeigte sich auf allen regionalen Arbeitsmärkten. Im Einzelnen veränderten sich die Arbeitslosenquoten wie folgt: Gesamtbezirk von 5,8 auf 5,6 Prozent, Hauptagentur Mainz von 5,4 auf 5,2 Prozent, Bezirk Alzey von 5,7 auf 5,4 Prozent, Bezirk Worms von 7,3 auf 7,1 Prozent und im Bezirk Bingen von 5,5 auf 5,2 Prozent.

 



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Kommentare
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