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Artikel vom: 02.11.2009
Landkreis nimmt Blockheizkraftwerke in Alzeyer Schulen in Betrieb

Blockheizkraftwerk röka
Die moderne Technik des neuen Blockheizkraftwerkes im Alzeyer Gymnasium am Römerkastell präsentierte Christoph Zeis (r.) Landrat Ernst Walter Görisch, Kreisbeigeordnetem Klaus Mehring, Schulleiter Gerhard Landkabel und Hausmeister Dietmar Siebenhaar (v.l.n.r.). 



„Neue Anlagen wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“

Wichtiger Meilenstein auf dem seitens des Landkreises Alzey-Worms forcierten Weg,   ökologische Belange umzusetzen und somit dauerhaft sowohl Kosten als auch Ressourcen einzusparen, ist die Errichtung zweier neuer Blockheizkraftwerke im Alzeyer Gymnasium am Römerkastell und im Neubau der Förderschule im Rotental in der Alzeyer Bleichstraße. „Als Kooperationspartner des Landkreises Alzey-Worms in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz ist es der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe (EDG) gelungen, mit der binnen zwei Monaten realisierten Inbetriebnahme der Blockheizkraftwerke (BHKW) zwei zukunftsweisende Projekte im Landkreis Alzey-Worms umzusetzen“, betonte  Landrat Ernst Walter Görisch im Rahmen der Präsentation der neuen Heizanlagen. Nachdem der Landkreis bereits in den zurückliegenden Jahren sein Augenmerk auf die energetische Sanierung seiner Gebäude gerichtet habe, die im Rahmen des Konjunkturpaketes II des Bundes weiter fortgeführt werden könne, folge die Erneuerung veralteter Heiztechnik als nachhaltiger Schritt in der Umsetzung effizienter Klimaschutzprojekte.

Beide Schulen sowie deren Sporthallen werden künftig im Nahwärmeverbund in Kraft-
Wärme-Kopplung mit Wärme und Strom versorgt. Die EDG, an der der Landkreis seit diesem Jahr beteiligt ist, wird mit diesen hocheffizienten Energieprojekten jährlich 50 Prozent  der Primärenergie einsparen und den Kohlendioxid-Ausstoß um mehr als 200 Tonnen pro Jahr reduzieren können. Für den Bau der Anlagen hat die EDG 460 000 Euro investiert, 280 000 Euro im Gymnasium am Römerkastell und 180 000 Euro in der Förderschule.   Dem Landkreis selbst entstanden keine Investitionskosten. EDG-Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Christoph Zeis geht davon aus, dass die Refinanzierung innerhalb von 15 Jahren alleine durch Energieeinsparung und Gewinne beim Stromverkauf ins öffentliche Netz erfolgt.

„Das sind unsere ersten beiden BHKW-Anlagen in Liegenschaften des Landkreises Alzey-Worms. Die Installation lief völlig reibungslos mit Firmen aus unserer Region und ich bin sehr froh darüber, dass wir mit der Beteiligung an der EDG genau auf das richtige Pferd gesetzt haben, um die klimaschutzpolitischen Ziele nachhaltig und wirtschaftlich zu erreichen“, gibt sich Kreisbeigeordneter Klaus Mehring überzeugt vor dem Hintergrund, dass der Gesetzgeber mit dem ersten Klimaschutzpaket die Ziele in Gesetzesform gegossen hat, die die EDG von Beginn ihrer Tätigkeit an verfolgt.

Hierzu zählen als wesentliche Säulen das
Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz und das Erneuerbare Energien Wärmegesetz. „Es gibt
keine Technologie der rationellen und regenerativen Energieverwendung, die auch nur annähernd ein solches Primärenergie- und damit Kohlendioxid-Einsparpotentzial zu erschließen vermag, wie die dezentrale Kraft-Wärme- Kopplung“, sieht sich EDG-Geschäftsführer Zeis in seiner Unternehmensphilosophie bestätigt. Dass man mit Anwendung dieser Technologie von der Strom- und Erdgassteuer befreit sei und über die Mechanismen der neuen Gesetzgebung gefördert werde, führe zu einer auch ökonomisch sehr wettbewerbsfähigen Situation, die für den notwendigen Ausbau der Stromeigenerzeugung auf dezentraler Ebene den Weg bereite. „Gerade im Bereich der eigenen Stromversorgung reduzieren sich die Stromkosten durch unsere Blockheizkraftwerke um zehn bis 20 Prozent pro Jahr. So dient jede hocheffiziente Kilowattstunde Strom dem Klimaschutz und spart dem Geldbeutel unserer Kunden“, so Christoph Zeis weiter.

Für die beiden Schulen in Alzey bedeutet die Zusammenarbeit von Landkreis und EDG
indes noch viel mehr. So hat das kommunale Unternehmen nicht nur in eine effiziente
Kraft-Wärme-Kopplung investiert, sondern auch in ein modernes Energiemanagementsystem, das alle Prozesse automatisch und fernwirktechnisch steuert und regelt. Dies beinhaltet insbesondere auch die sofortige Weiterleitung von Störmeldungen aller Art per SMS an den jeweils zuständigen Wartungsservice der EDG. Darüber hinaus werden alle betriebsrelevanten Daten kontinuierlich aufgezeichnet und gespeichert, so dass ein Controllingsystem etabliert ist, das Schwachstellen erkennt und so zur nachhaltigen Energieeinsparung beiträgt.
 



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Kommentare
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