
Nach dem Gebäudereiniger-Streik:
Putz-Hotline gegen Schikane-Chefs.
Keine Schikanen gegen Reinigungskräfte: Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU in Ludwigshafen hat Reinigungsunternehmer in Rheinhessen vor Repressalien gegen Beschäftigte gewarnt, die sich am Gebäudereiniger-Streik beteiligt haben. Die Putzkräfte hatten in den vergangenen Wochen höhere Löhne erstreikt. „Einigen Branchen-Bossen passt dieser Erfolg ganz und gar nicht. Genau die wollen wir jetzt vor einer Retourkutsche gegen ihre Beschäftigten warnen“, sagt Ernst Selinger.
Der Bezirksverbandsvorsitzende der IG BAU Rheinhessen-Vorderpfalz hat allen Reinigungskräften, die nun mit „Chef-Schikanen“ zu kämpfen haben, die volle Unterstützung zugesichert. „Im Streik haben die Mutigen ganz vorne gestanden. Wenn jetzt ein Chef übel nachtritt, dann können sich die Betroffenen voll und ganz auf ihre IG BAU verlassen. Eine Gebäudereinigerin in ein kilometerweit entferntes Putz-Objekt zwangsweise zu versetzten, kommt nicht in Frage. Das gleiche gilt, wenn sie ab sofort nur noch die ‚Drecksarbeit’ machen soll oder sogar die Kündigung in die Hand gedrückt bekommt“, so Selinger.
Betroffene könnten sich an das IG BAU-Büro wenden: in Ludwigshafen unter Telefon 0621 – 68 59 99-0. Die IG BAU biete ihren Gewerkschaftsmitgliedern kompletten Rechtsschutz. Denn der Arbeitgeber darf, so die IG BAU, seine Beschäftigten nicht benachteiligen, weil diese ihr Streikrecht genutzt haben. Dies schreibe das so genannte Maßregelungsverbot im BGB ausdrücklich vor.


nlbljc | 20.03.2011 22:24









