
Zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue zum Arbeiter-Samariter-Bund geehrt.
Vor 40 Jahren haben sie sich beim Arbeiter-Samariter-Bund in Mainz kennen gelernt, als sie zusammen Krankenwagen gefahren sind. Bei der Mitgliederehrung des Arbeiter-Samariter-Bundes, Kreisverband Mainz-Bingen, haben sich Dr. Heinrich Römer und Gerhard Spiegelberg jetzt wiedergesehen. Beide wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft im ASB geehrt.
Der spätere Oberarzt der Unfallchirurgie am St. Vincenz- und Elisabeth-Krankenhaus und der Feuerwehrmann der Mainzer Berufsfeuerwehr sind sich einig: „Es war eine wunderbare Zeit.“ Beide haben viel gelernt, Zusammenhalt und Kameradschaft wurden groß geschrieben, während man sich gemeinsam für Mitmenschen einsetzte.
„Oft klagen diejenigen, die sich selbst am wenigsten engagieren, am meisten über mangelndes Engagement“, würdigte der Mainzer Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann, der die ASB-Mitglieder ehrte, den Einsatz aller Jubilare. Er betonte ausdrücklich, dass das Ehrenamt kein Einsatz zweiter Klasse, sondern eine qualifizierte Aufgabe sei, für die viele Menschen immer wieder eindrucksvoll ihre Freizeit opferten.
Dazu gehören neben den Jubilaren auch die Mitglieder der ASB-Schnelleinsatzgruppe (SEG), denen im Rahmen der Feierstunde in diesem Jahr vom Arbeiter-Samariter-Bund für ihren Einsatz besonders gedankt wurde.
Rund 5.000 ehrenamtliche Mannstunden haben die 30 Mitglieder der SEG in diesem Jahr bereits geleistet. Sie treffen sich mehrmals im Monat, um Neues dazu zu lernen und bewährte Fähigkeiten und Abläufe immer wieder zu üben. Jedes SEG-Mitglied hat so eine umfangreiche Ausbildung, deren verschiedene Schwerpunkte aus den Bereichen Medizin und Technik sich innerhalb der Gruppe ergänzen.
Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) wurde Ende 1988 in Dienst gestellt. Auslöser waren der Brand in der Mainzer Universitätsmedizin im Frühjahr sowie die Ereignisse in Ramstein im August desselben Jahres. Diese Einsatzkräfte unterstützen bei größeren Schadensfällen schnell und flexibel den Rettungsdienst. Sie schließen dabei die Lücke zwischen dem eher auf einzelne Notfälle ausgerichteten Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz.
Zur SEG gehört auch die 2003 gegründete Höhenrettungsgruppe. Ihr Einsatzgebiet sind Unfälle auf Großbaustellen, Industrieanlagen, Hochhäusern und anderen hohen Bauwerken oder Unfälle in unwegsamem Gelände.
Wie wichtig jedes einzelne Mitglied für den Verband ist, darauf hatten bei der ASB-Mitgliederehrung bereits der Erste Vorsitzende Wolfram Berg und seine Stellvertreterin Gabi Frank-Mantowski hingewiesen: „Mit den Mitgliedsbeiträgen können wir viel tun, das nicht von unseren Erlösen und den staatlichen Zuschüssen getragen wird.“ Auf den ASB als Organisation, die sich in Mainz etabliert habe, kämen aufgrund einer immer älter werdenden Gesellschaft viele neue Aufgaben zu.
In Anwesenheit von Heinz Kubiczak, Ehrenvorsitzender des ASB-Kreisverbandes Mainz-Bingen, wurden zahlreiche weitere Samariterinnen und Samariter für langjährige Treue zum ASB ausgezeichnet.
Die Goldene Ehrennadel für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten außerdem Karl-Heinz Schicketanz und Karlheinz Maurus.
Nicht anwesend sein konnte Elise Kastleiner, die für 45 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde.


fckftqt | 6.12.2010 05:47









